Weitere Maßnahmen der Grube Teutschenthal am Schacht Halle in Angersdorf geplant

Pressemitteilung 15. Mai 2019 | Weitere Maßnahmen der Grube Teutschenthal am Schacht Halle in Angersdorf geplant

Ziele des öffentlich-rechtlichen Vertrags bislang nicht erreicht

Nach Bekanntwerden der Geruchssituation in Angersdorf hat die Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG in Angersdorf die Geruchseleminierungsanlage in Betrieb genommen. GTS hatte die Geruchseleminierungsanlage als freiwillige Sofortmaßnahme ergriffen. Ziel der Anlage ist es, die Geruchssituation am ausziehenden Wetterschacht Halle in Angersdorf zu verbessern. Jetzt wird die Geruchseleminierungsanlage um einen circa 25 Meter hohen Kamin ergänzt. Über den Kamin soll die gesamte untertage erfasste und abgereinigte Abluft aus dem Schacht abgeleitet werden. Die Vorlage eines entsprechenden Genehmigungsantrages hat GTS dem LAGB für die nächsten 3 Monate angekündigt.

In dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen GTS und dem LAGB über den vorrübergehenden Verzicht eines Abfallstoffes ist auch die Überprüfung der Wirksamkeit der Geruchseleminierungsanlage durch sogenannte Rasterbegehungen nach der Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) zwischen Februar und August 2019 vereinbart worden. Über die Wirksamkeit der Anlage konnte auf Basis der Messungen am Schacht und darauf basierender Ausbreitungsrechnungen zwischen dem LAGB/LAU und dem Gutachter von GTS bislang keine Einigkeit über die Wirksamkeit der Anlage erzielt werden. Um so wichtiger wären die Rasterbegehungen durch Gutachter zur Verifizierung der Ergebnisse und der tatsächlichen Geruchswahrnehmungen bei Betrieb der Geruchseleminierungsanlage. Der geforderte und vorgelegte Messplan wurde bislang vom LAGB/LAU ebenfalls nicht bestätigt.

Trotz des eindeutigen Ausschlusses von toxikologisch relevanten (auch langfristigen) gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat auch das Gutachten von Frau Prof. Dr. Heidi Foth, Universitätsklinikum Halle, bedauerlicherweise bislang nicht zur Klärung der Situation beitragen können.

Daher sieht sich die GTS gezwungen, den öffentlich-rechtlichen Vertrag zu kündigen, weil die mit ihm verfolgten Ziele (unstreitige Minderung der Geruchsimmissionen, Verifizierung der Geruchsbeschwerden in der Nachbarschaft durch Rasterbegehungen und Prüfung der Wirksamkeit der Geruchseleminierungsanlage) offenbar nicht erreicht werden konnten.

Die GTS ist zu einer Anpassung des öffentlich-rechtlichen Vertrages bereit und leistet mit der vollständigen Erfassung und Ableitung der abgereinigten Grubenluft durch die geplante Inbetriebnahme des Kamins einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Situation.


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