Ursachenforschung zur Verpuffung unter Tage geht weiter

Pressemitteilung 11. November 2019 | Ursachenforschung zur Verpuffung unter Tage geht weiter

In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) Sachsen-Anhalt sucht die Grube Teutschenthal (GTS) weiter nach der Ursache der untertägigen Verpuffung vom 8. November. Als erste Maßnahme wurde kurz nach dem Ereignis eine gezielte Bewetterung beziehungsweise Belüftung der Unfallstelle eingeleitet. Diese zeigte am Samstagnachmittag die erwartete positive Wirkung, sodass bereits am Samstagabend eine gemeinsame Grubenbefahrung mit dem LAGB, dieses begleitet durch Kriminaltechniker und der GTS möglich war. Der am Freitag direkt nach dem Ereignis gestartete Grubenwehreinsatz konnte am Samstagnachmittag erfolgreich abgeschlossen werden. Die Grubenwehr sicherte die Unfallstelle unter Tage und führte regelmäßige Messungen der Luftzusammensetzung durch.

Am Montagmorgen des 11. Novembers wurde eine GTS-interne Untersuchungskommission gebildet, die auch unter Einschaltung externer Gutachter Daten erhebt, sammelt und anschließend auswertet. „Bei der Bewertung der Daten werden die Besonderheiten des bergbaulich eigenständigen Teilbereiches der Grube Teutschenthal, dem sogenannten Steinsalz-Lehrrevier, berücksichtigt“, erklärt Erik Fillinger, Geschäftsführer der Grube Teutschenthal und ergänzt „selbstverständlich stehen wir auch hier in engem Kontakt mit unserer Genehmigungsbehörde, dem LAGB.“ Bis wann die Ursachenforschung abgeschlossen sein wird, kann aufgrund deren Komplexität bisher noch nicht abgeschätzt werden.

Bei der untertägigen Verpuffung wurden zwei Mitarbeiter verletzt. Beide wurden zur Versorgung in ein Krankenhaus nach Halle gebracht. Ein Mitarbeiter konnte das Krankenhaus am Samstagnachmittag verlassen. Der 44-jährige, polnische Mitarbeiter eines Bergbaudienstleisters befindet sich weiter in ärztlicher Behandlung. Über die Wiederaufnahme des Schüttgutversatzes wurde nach Abstimmung mit dem LAGB im Laufe des heutigen Tages entschieden, sodass am Nachmittag der Betrieb aufgenommen werden konnte.


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