Landesamt für Geologie und Bergewesen erstmals als Gast am Runden Tisch – Grube Teuschenthal

Pressemitteilung 08. Mai 2019 | Landesamt für Geologie und Bergewesen erstmals als Gast am Runden Tisch – Grube Teuschenthal

In der (gestrigen) 4. Arbeitssitzung am 6. Mai 2019 ging es im Schwerpunkt um die Geruchsemissionen insbesondere aus dem Abwetterschacht in Angersdorf.

Nach ersten Messungen durch die Firma Wessling im August 2018 hatte das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) Anfang März 2019 die renommierte Umwelttoxikologin Frau Prof. Dr. Heidi Foth von der Universität Halle – Wittenberg mit weiteren Messungen und Analysen beauftragt, ein Gutachten insbesondere zu möglichen gesundheitsgefährdenden Auswirkungen der Abluft aus dem Schacht in Angersdorf zu fertigen.

Dieses wurde Anfang April 2019 vorgelegt und vom LAGB am 11. April 2019 unter anderem auch an die Grube Teutschenthal (GTS) und weitere Empfänger per Mail verteilt.

Die GTS hat dieses Gutachten zur Herstellung größtmöglicher Transparenz bereits am 12. April 2019 an die Mitglieder des Runden Tisches – Grube Teutschenthal weitergeleitet.

Der Runde Tisch – Grube Teutschenthal hatte sich bei Frau Prof. Dr. Heidi Foth - auch zunächst erfolgreich - um eine Einladung zum 6. Mai 2019 bemüht. Der Minister für Wirtschaft und Digitalisierung hat allerdings in seinem persönlichen Schreiben vom 29. April 2019 an den Runden Tisch – Grube Teutschenthal darum gebeten, für eine Diskussion des Gutachtens von Frau Prof. Dr. Heidi Foth, den Abschluss der noch laufenden abschließenden Meinungsbildung abzuwarten. Dem folgte der Runde Tisch – Grube Teutschenthal.

Anstelle dessen erläuterte dankenswerterweise der Abteilungsleiter des LAGB, Herr Uwe Schaar, gestern dem Runden Tisch – Grube Teutschenthal die aktuelle Geruchssituation: danach ist das Beschwerdeaufkommen zu den Geruchsemissionen im ersten Quartal 2019 gegenüber dem vierten Quartal 2018 deutlich zurückgegangen, erreichte allerdings im März 2019 mit 63 Beschwerden wieder einen höheren Wert, fiel aber im April wieder auf 18 Beschwerden ab.

Die Ursachen dieses Rückgangs wurden erörtert. Einig war man sich, dass der im April vielfach vorherrschende Ostwind die Emissionen in weniger bewohntes Terrain abgedrängt hat.

Der GTS-Vertreter erläuterte darüber hinaus, er sehe – zumindest auch – die seit Ende März im Vollbetrieb (24 Std./7 Tage) laufende Geruchseliminierungsanlage (GEA) als Ursache für den Rückgang der Beschwerden. Einig war man sich, auch mit den Vertretern der Bürgerinitiative, dass die Messungen, Analysen und Beschwerdestatistiken – nach Zeit, Ort, Geruchsart und Wetterlage differenziert – weitergeführt werden sollten, um aussagekräftigere Daten (auch im Langzeitvergleich) zu erhalten.

Die im öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen LAGB und GTS verpflichteten und auch im Realisierungsbeschluß der Landesregierung vom 4. Februar 2019 angesprochenen „Rasterbegehungen“ zu möglichst objektivierten Geruchswahrnehmungen sind bisher nicht begonnen worden. Das LAGB hat dem vom Sachverständigenbüro vorgelegten Messplan bisher noch nicht zugestimmt.

Die weiteren Themen für die nächsten Sitzungen des Runden Tisches werden Fragen der Langzeitsicherheit betreffen (hier hat die Bürgerinitiative besonderes Interesse angemeldet) sowie die jetzt verschobene Diskussion mit der Autorin über die Ergebnisse ihres Gutachtens. Sobald dazu die Freigabe durch das Wirtschaftsministerium vorliegt, wird in Abstimmung mit Frau Prof. Dr. Heidi Foth ein neuer Sitzungstermin festgelegt.


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