Bergleute der Grube Teutschenthal demonstrieren für ihre Arbeitsplätze und eine faire Behandlung

Pressemitteilung 20. Februar 2019 | Bergleute der Grube Teutschenthal demonstrieren für ihre Arbeitsplätze und eine faire Behandlung

Alternatives Konzept für Freilagerfläche bereits im Juni 2018 beim LAGB eingereicht.

Am Dienstagabend demonstrierten rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GTS vor dem Landtag in Magdeburg. Mit Botschaften wie „Nehmt uns nicht unsere Arbeit“ und „Recht vor Politik“ demonstrierten sie gegen eine mögliche Stilllegung der Freilagerfläche und damit auch gegen den Verlust von rund 180 Arbeitsplätzen.

Auf der sogenannten Freilagerfläche werden angelieferte mineralische Abfälle zwischengelagert und umgeschlagen. Mit der Stilllegung der Freilagerfläche würden rund zwei Drittel der gesamten Versatztätigkeit wegfallen. Das hat neben den existenziellen Auswirkungen für das Unternehmen auch die Folge, dass die GTS ihrem Sicherungsauftrag nicht mehr nachkommen kann und die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Gebirgsschlag steigt.

2004 forderte das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) den Bau einer Halle, als Vorsorgemaßnahme gegenüber Staub und Geruch. Seit spätestens 2014 geht das LAGB selbst davon aus, dass die 2004 geplante Halle nach den heutigen Anforderungen der Luftreinhaltung technisch nicht umsetzbar ist. Maßnahmen zur Raumlufterfassung in der Halle sowie Temperaturabführung und Abluftableitung aus der Halle sind den Anforderungen gemäß technisch nicht zu beherrschen. Um dennoch eine rechtssichere, der Luftreinhaltung genügende Situation zu schaffen und vorweisen zu können, hat die GTS gemeinsam mit dem LAGB ein alternatives Konzept erarbeitet, das alle notwendigen Staubminderungsmaßnahmen beinhaltet. Das Konzept schlägt beispielsweise vor, die Freilagerfläche mit einem feinen Nebel zu bedüsen. Dadurch wird die Staubentwicklung unterdrückt und die produzierten Versatzbaustoffe gleichzeitig abgekühlt.

„Die einzelnen Maßnahmen wurden jeweils mit dem LAGB abgestimmt und vom LAGB als Bestandteile für die Erarbeitung eines Antrags freigegeben, den GTS im Juni 2018 dem LAGB vorgelegt hat“, bestätigt Erik Fillinger, Leiter Strategie/Planung und Grubenbetriebsführer der GTS. „Die Aussage, dass kein alternatives genehmigungsfähiges Konzept vorliegt, ist daher schlichtweg falsch“.

Ergänzend zum alternativen Konzept für die Freilagerfläche hat die GTS zudem vorgeschlagen, eine Leichtbauhalle über der Freilagerfläche als zusätzliche Sofortmaßnahme zu errichten.


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