Bergleute der Grube Teutschenthal demonstrieren vor Landtag in Magdeburg

Pressemitteilung 14. Februar 2019 | Bergleute der Grube Teutschenthal demonstrieren vor Landtag in Magdeburg

Grube Teutschenthal als Spielball der Politik

Für den 19. Februar 2019 hat die Grube Teutschenthal eine Demonstration für 17:00 Uhr vor dem Landtag in Magdeburg angemeldet. Hintergrund ist, dass die GTS mit einer kurzfristigen Stilllegung des Freilagers rechnen muss. Aus Sicht der GTS ist diese Maßnahme ausschließlich politisch motiviert. Denn bereits im Jahr 2014 hat das LAGB festgestellt, dass die 2004 geplante und genehmigte Lagerhalle technisch nicht umsetzbar ist. Daraufhin wurde seitens der GTS ein alternatives Konzept mit emissionsmindernden Maßnahmen erarbeitet und der Genehmigungsantrag hierfür eingereicht.

Die GTS befürchtet mit der geplanten Stilllegung des Freilagers nicht nur die Existenzbedrohung des Unternehmens und damit den Verlust von mehr als 180 Arbeitsplätzen, sondern auch eine Bedrohung für die Bewohner an der Tagesoberfläche. Denn mit der Stilllegung des Freilagers kann dem staatlichen Sicherungsauftrag nicht vollumfänglich nachgegangen werden. Dadurch verzögert sich der Versatz der Hohlräume unter Tage und das Risiko für einen erneuten Gebirgsschlag steigt. Daneben ist auch die Entsorgungssicherheit für einen Großteil der Müllverbrennungsanlagen in Sachsen-Anhalt nicht mehr gegeben.

Auf diese Situation wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Demonstration aufmerksam machen und nutzen dafür den am Abend stattfindenden Neujahrsempfang des Landtages. Die GTS ist der festen Überzeugung, dass die kurzfristige Stilllegung des Freilagers rechtswidrig ist. Allerdings könnte eine gerichtliche Überprüfung der Rechtswidrigkeit zu spät kommen, um den befürchteten Schaden zu verhindern.


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